Windkraft-Desaster bei Siemens

Der Energiekonzern Siemens hat Probleme mit der Energiewende. Laut Financial Times Deutschland muss das Unternehmen seine Gewinnprognosen kippen und Rückstellungen bilden, da seine Offshore-Projekte nur unter Verlust laufen. Der Analyst Marco Günther, von der Hamburger Sparkasse, sieht dies jedoch weniger dramatisch. Er denkt nicht, dass Siemens seine Prognosen zu stark senken werden.

Schon im Quartal des Vorjahres hatte Siemens Rückstellungen gebildet, da die Probleme im Offshore-Segment nicht neu sind. Schon vor einigen Monaten räumte der Konzern ein, dass sich bei zwei von vier Umspannplattformen in der Nordsee der Bau verzögert. Man hatte mehr Aufträge angenommen als man technische Kapazitäten und technische Kompetenzen hatte.

Derzeit leidet die ganze Windkraft-Branche unter einer Übersättigung des Marktes. E.ON sieht sogar eine Gefahr für die Energiewende, und warnt sogar davor, dass die Ausbaupläne der Windkraft auf See gefährdet sind. Die Situation der Windparks sei katastrophal, da die Stromnetzbetreiber mit dem Anschluss der Windparks nicht hinterherkommen.

Marco Günther sieht die weitere Geschäftsentwicklung für Siemens durchaus positiv. Windenergie ist ein zukunftsträchtiges Geschäft und Siemens sei hier gut aufgestellt. Im Vergleich zu kleineren Unternehmen kann Siemens Rückschläge besser verkraften. Der Konzern kann die Schwächen in Europa gut mit den Wachstumsmärkten in den Schwellenländern kompensieren.

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