Krebskiller in Muttermilch gefunden

Erstmals ist es schwedischen Forschern gelungen herauszufinden, dass in der Muttermilch eine Substanz enthalten ist die Zellen von fast 40 Krebsarten vernichten kann. Man hat den Wirkstoff Patienten mit Blasenkrebs injiziert, woraufhin diese abgetötete Krebszellen mit dem Harn ausschieden. Zum jetzigen Zeitpunkt untersucht man jedoch nicht, ob man hiermit tatsächlich Krebs heilen kann, da die ausgewählten Probanten für eine chirurgische Entfernung des Tumors vorgesehen sind. Es besteht jedoch die Hoffnung, dass der Wirkstoff auch bei Hautkrebs und Hirntumoren helfen kann.

Der Komplex mit Namen „Hamlet“ stellt die Forscher noch vor einige Rätsel. So greift der Komplex nur Tumorzellen an und lässt die gesunden Zellen in Ruhe. Die Zellmembran der Tumorzellen werde durchlässig gemacht damit der Komplex in den Zellkern eindringen kann. Dort binde er sich an Histone und gestalte die DNA so um, dass es keine weitere Entfaltung stattfinden kann. Dies sei gleichzusetzen mit dem Zelltod, so der schwedische Forscher Karlsson.

Zur Zeit untersuchen die schwedischen Forscher auf welchem Weg und unter welchen Bedingungen der Komplex von der Krebszelle aufgenommen wird. Nur so kann man herausfinden wie ein späteres Medikament aus Muttermilch in die Krebszellen eingebracht werden kann.

Noch weiß man auch nicht ob die Muttermilch den ganzen „Hamlet“ Komplex enthält oder nur dessen Bestandteile. Es kann durchaus sein, dass sich dieser Komplex im Babybauch dank dessen niedrigen pH-Wertes bildet. Was man bisher weiß ist, dass das Krebsrisiko bei gestillten Babys niedriger ist.

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