BurnOut – neue Volkskrankheit ?

Der medizinische Fortschritt ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Auch der Wohlstand und die Vitalität der einzelnen Menschen künden von einem Zuwachs an Lebensqualität. Gleichzeitig wächst aber ebenso die Zahl der sogenannten Volkskrankheiten. Sie umfassten bislang etwa Allergien, Unverträglichkeiten aller Art oder die Neurodermitis – allesamt eine Reaktion des Körpers auf negative Einflüsse wie Stress, Umweltfaktoren oder eine falsche Ernährung. Zuletzt machte dagegen das BurnOut-Syndrom auf sich aufmerksam. Insbesondere durch Sportler, die ihrem Beruf nicht mehr nachgehen konnten, gelangte die Erkrankung in den Fokus der Öffentlichkeit. Indes ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen, da auch viele Normalbürger von den Leiden befallen werden.

Ein Notruf der Seele

Das BurnOut-Syndrom ist trotz aller körperlichen Beschwerden, die sich beispielsweise durch Müdigkeit, Kräftemangel oder Kopfschmerzen einstellen, eine Erkrankung der Psyche. Der Organismus reagiert damit auf ein Übermaß an Stress, dem sich der Betroffene aussetzt. Auf der Arbeit oder im Privatbereich sind es die kleinen Ängste und Nöte, die Sorgen und mitunter auch die nackte Verzweiflung, die an den Nerven zehren. Irgendwann stellt sich dabei der Zustand ein, dass der Erkrankte nicht mehr weiterweiß. Weder kann, noch will er sich dem täglichen Hamsterrad aus Mühen, Verantwortung und vermeintlich geringer Wertschätzung der eigenen Leistungen weiterhin hingeben.

Die Zahlen steigen

Die Krankenkassen schlagen zudem Alarm. Sie verzeichnen einen Anstieg der Patienten, die sich aufgrund des BurnOuts in eine Therapie begeben. Ob diese ambulant durchgeführt oder stationär bewältigt werden muss, hängt dabei vom Stadium der Erkrankung ab. Auch der Einsatz von Medikamenten oder das Verschreiben einer Kur ist stets im Einzelfall zu betrachten. Wichtig ist es für die Betroffenen jedoch, die Leiden nicht allzu weit um sich greifen zu lassen. Wie bei allen Krankheiten, so gilt auch hier: Je eher sich ein Facharzt der Symptome annehmen kann, desto eher ist mit einer Hilfe und einer Linderung zu rechnen.

Maßnahmen zur Vorsorge

Daneben ist es aber auch wichtig, sich selbst ein wenig zu schützen. Wer sich täglich mit Stress und Problemen umgibt, wird darin buchstäblich versinken. Es empfiehlt sich somit, am Nachmittag eine kleine Radtour oder einen Spaziergang zu unternehmen, um bei der Bewegung an der frischen Luft ein wenig für klare Gedanken zu sorgen. Sport sowie Entspannungsübungen helfen darüber hinaus, die Sorgen mit neuer mentaler Kraft anzugehen. Aber auch Ruhephasen und Schlaf tragen entscheidend zur Vorbeugung bei. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, ist eine Begutachtung durch einen Arzt indes unerlässlich. Denn nur er kann die neue Volkskrankheit BurnOut kompetent kurieren.

Foto: Gerd Altmann  / pixelio.de

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